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Angriff auf Firma von Andreas Wild (AfD)

By chronik on 27. Mai 2016

180346Berlin, 27. Mai 2016

Nur einen Steinwurf von Friedrichshain entfernt befindet sich das Büro der Zeitarbeitsvermittlung „Arbeit und Beratung“ in der Möllendorfstraße. Während die Bullen damit beschäftigt waren das Abstand in der Rigaer Straße 78 zu kontrollieren nutzten wir den Moment und zerschlugen die Scheiben der Büro- und Schulungsräume und zerstörten das Innere mit brauner Farbe. Das Ziel der nächtlichen Aktion richtete sich gegen den Betreiber Andreas Wild, ein ehemals enger Vertrauter und Parteimitglied von dem König der Hauptstadt Frank Henkel.

Andreas Wild ist Vize-Chef der Alternative für Deutschland (Afd) in Steglitz-Zehlendorf und reiht sich mit seiner unternehmerischen Tätigkeit in eine Reihe seiner Parteifreunde ein. Wild weiß besser als wir, warum wir sein erst seit März existierendes Büro aufgesucht haben.
Noch am 18. Mai besuchte er seine Nazifreunde in Thüringen und erklärte in seiner Rede, dass das „einpferchen“ von Flüchtlingen wie wilde Tiere auf Weiden als selbstverständlich und notwendig betrachten zu sei. Wäre seine Rede weiter gegangen wäre er sicher in nostalgischen Erinnerungen verfallen und hätte über Internierungsflächen und der Notwendigkeit von diesen gesprochen.

Auch Parteiintern befindet sich Wild auf einem stramm rechten Kurs. Mit einem seiner thüringischen Freunde, dem Erfurter Afd-Nazi Björn Höcke tritt er gerne in der Öffentlichkeit auf und war in Berlin am patriotischen Umsturz sowie dem Aufbau der Afd beteiligt. Beatrix von Storch wird aufgrund ihrer politischen Überzeugung direkt von ihm für die kommende Wahl im September unterstützt.

Auch innerhalb seiner Tätigkeit als Arbeitsvermittler beschäftigt er Nazis wie Hagen Labahn, der ein Mitglied der inzwischen verbotenen Kamderadschaft „Frontbann 24“ war und mittlerweile für die NPD Pankow aktiv ist. https://linksunten.indymedia.org/en/node/177062

Darüber hinaus betreibt er eine Agentur, die mitverantwortlich ist für die Disziplinierung von Arbeitslosen und bei Verweigerung einen Anlass zu Sanktionierungen vom Jobcenter bietet. Menschen die dazu verpflichtet werden, einer Lohnarbeit nachgehen zu müssen, werden durch Zeitarbeitsvermittlungen als das gesehen, was sie sind: billige Arbeitskräfte und Nachschub für den ausbeuterischen Niedriglohnsektor.

Wild bedient sich eines einfachen und kapitalistischen Prinzips, der Profitmaximierung auf Kosten derer, die durch die gesellschaftlich anerkannte Notwendigkeit eines Jobs, schon längst gebrochen und aussortiert wurden. Menschen, die schon gebrochen wurden und keinen eigenen Willen mehr besitzen, werden auch nicht aufbegehren.

Wer auf dem Arbeitsmarkt nicht verwertbar ist, wird durch überflüssige Schulungsmaßnahmen beschäftigt gehalten. Diese sinnfreien Maßnahmen, die auch Wild anbietet, um Menschen „in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, sollen Joblose daran glauben lassen, dass auch sie in diesem System etwas wert sind und spielen ihnen die Chancen eines „sozialen Aufstieg“ vor.

Jedoch ist der Abstieg vorprogrammiert, Menschen die nicht den Kriterien der Vermittlung entsprechen, die vorgegebene „Sinnhaftigkeit“ befolgen oder den Anweisungen eines Vorarbeiters gehorchen, werden liegen gelassen und als gesellschaftlicher Müll behandelt. Diejenigen die alles von ihnen geforderte erfüllen, befinden sich auf Lebenszeit in einer Dauerschleife von kurzfristigen Verträgen, nicht-gezahlten Löhnen und vergeudeter Zeit.

Auch Andreas Wild hat trotz widersprüchlicher Parteilinie , die kapitalistische Verwertbarkeit von Geflüchteten erkannt und beteiligt sich im Bereich der Unterhaltung von Notunterkünften. Die Hälfte seiner vermittelten Jobs befinden sich in der sicherheitstechnischen Aufsicht von Unterkünften. Das hierbei seine Freunde und Vermittelten zufällig etwas übersehen, sollte jedem bewusst sein.

Der völkische Nationalismus den die Afd propagiert, der wachsende Missmut der deutsch-rechten Gesellschaft und der „rechtspopulistische“ Aufsprung jeder Partei sollte Konsequent angegriffen werden. Wir sollten uns vor allem in der Zeit des Wahlkampfes vor Augen halten, dass es keine zu akzeptierenden Parteien gibt und sich jede zum Ziel unserer Interventionen anbietet.

Nationalismus ist keine Alternative.
Nazis, deren Sympathisanten und Handlanger angreifen!
Nazistrukturen zerstören!

Wild, 1000 Euro sind noch nicht genug. Aber wir drehen den Spieß um!
Let’s play.

Quelle: Linksunten

 

 

Nach Beatrix von Storch und Alexander Gauland ist nun auch der AfD-Politiker Andreas Wild Opfer eines Farbanschlags geworden. Unbekannte Täter schlugen offenbar die Scheibe seiner Geschäftsräume in Berlin-Lichtenberg ein und versprühten rote Farbe. Wie der Vize-Chef der AfD Steglitz-Zehlendorf sagt, glaubt er den Grund für den Anschlag zu kennen.

In der Nacht zu Freitag haben Unbekannte einen Farbanschlag auf Geschäftsräume des AfD-Politikers Andreas Wild verübt. Wie ein Polizeisprecher rbb|24 am Freitag bestätigte, ereignete sich der Anschlag in der Möllendorffstraße in Berlin-Lichtenberg. Wild, der stellvertretender Sprecher des AfD-Bezirksverbandes Steglitz-Zehlendorf ist, betreibt dort eine Firma für Arbeitsvermittlung und Personaldienstleistungen.

Täter hatten vermutlich politische Motive

Wie Wild und die Polizei übereinstimmend sagten, wurde bei dem Anschlag offenbar auch das Schaufenster des Ladengeschäftes eingeschlagen. In den Büroräumen, so zeigen es Fotos eines Mitarbeiters, wurde rote Farbe versprüht. An der Außenfront sei eine Überwachungskamera abmontiert worden, sagte Wild. Der Hintergrund der Tat ist noch nicht ganz klar; vermutlich hatten die Täter politische Motive. Laut Polizei hat daher auch der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Wild vermutet seine Rede in Erfurt als Motiv

Wild vermutet, dass seine Rede in Erfurt der Grund für die Tat sein könnte. Dort hatte er am 18. Mai an einer Demo teilgenommen, die der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke organsiert hatte. Dabei hatte sich Wild zur Unterbringung von Flüchtlingen geäußert und gesagt, dass man diese „in spärlich besiedelte Landstriche Deutschlands bringen und sie dort geschützt unterbringen“ könne. Dafür würden „ein paar Quadratkilometer Heide“ genügen. „Und natürlich darf da nicht jeder raus oder rein, wie es ihm gefällt.“

180345Anlässlich des in der Nacht zu Freitag verübten Anschlags rechtfertigte Wild seine Äußerungen von Erfurt gegenüber rbb|24 als freie Meinungsäußerung. Man dürfe anderer Meinung sein, sagte Wild, der sich derzeit am Gardasee aufhält. „Davon lebt die Demokratie.“ Zur Ergreifung der Täter hat der AfD-Politiker eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.

Ähnliche Anschläge auch gegen von Storch und Gauland

Erst zuletzt hatte es ähnliche Anschläge auf das Büro der Berliner AfD-Landesvorsitzenden Beatrix von Storch und auf das Wohnhaus des Brandenburger AfD-Fraktionschefs Alexander Gauland gegeben. Ende April hatten Unbekannte Farbbeutel auf das Gebäude geworfen, in dem Gauland und seine Lebensgefährtin leben. Zudem wurde n ein durchgestrichenes Hakenkreuz sowie die Sprüche „Nationalismus tötet“ und „No Nazis“ an die Außenwand gesprüht. Am Tatort sei auch ein blauer Farbbeutel und ein Plakat mit der Aufschrift „Gegen Gau-Land“ sichergestellt worden. Gut einen Monat zuvor war bereits das Büro der Berliner AfD-Chefin Bearix von Storch in der Zionskirchstraße mit Parolen besprüht worden. Auch in diesen beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz.

Quelle: RBB

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