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Aktionen gegen AfD-Demonstration

By chronik on 28. Mai 2018

Berlin/Leipzig, 28. Mai 2018

Gegen 13.30 Uhr zog der AfD-Aufzug los. Während des Durchlaufens der S-Bahnbrücke in der Luisenstraße Ecke Margarete-Steffen-Straße kippten Unbekannte eine schwerölhaltige Flüssigkeit von der Brücke herunter, die mehrere Teilnehmer traf. Eine Frau klagte über Übelkeit und kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.

In Gruppen von 20 bis 300 Personen versuchten Aufzugsgegner immer wieder die Demonstration zu stören. Die Einsatzkräfte drängten mehrmals Personen ab und setzten Pfefferspray ein. Der Aufzug erreichte kurz nach 14 Uhr den Platz des 18. März, dort wurde er um 15.15 Uhr vom Veranstalter beendet.

Kurz nach 13 Uhr versuchten mehrere AfD-Gegner am Leipziger Platz, zum AfD-Aufzug durchzubrechen. Polizisten setzten Reizgas ein, um einen Durchbruch zu verhindern.

In der Klopstockstraße Ecke Großer Stern zündeten Unbekannte ein Fahrzeug an. Zeugen berichteten, dass drei vermummte Personen vom Tatort flüchteten.

In der Pappelallee Ecke Eberswalder Straße griffen etwa 100 zum Teil vermummte Personen einen Einsatzwagen der Polizei an und verletzten einen Polizisten. Anschließend wurden Gegenstände auf die Fahrbahn verbracht und Graffiti aufgesprüht. Drei Tatverdächtige wurden vorübergehend festgenommen.

In der Friedrichstraße rund um den Friedrichstadtpalast sowie am Schiffbauerdamm brachten Unbekannte ebenfalls Gegenstände auf die Fahrbahn und zündeten ein Auto an.

Quelle: Berliner Morgenpost

 

 

 

Wir haben heute, am 27.05., in den frühen Morgenstunden einen AfD Bus angegriffen, in dem sich Mitglieder lokaler Kreisverbände auf dem Weg zum AfD-Aufmarsch in Berlin befanden.

Durch diesen Angriff – wir beschädigten die Frontscheibe des Busses – wollten wir verhindern, dass die Rechten an dem menschenfeindlichen und reaktionären Aufmarsch in Berlin teilnehmen können und ihre proto-faschistische Propaganda auf die Straße tragen. Außerdem wollten wir ein deutliches Zeichen setzen gegen den rechten Vormarsch, den wir gegenwärtig in der BRD und ganz Europa erleben. Wir wollten zeigen, dass es möglich ist, reaktionäre Kräfte konkret zu attackieren und in ihrem Tun einzuschränken.

Die Kosten und der Sachschaden, die dadurch für das Busunternehmen Weigt entstanden sind, sind ein gezielter Nebeneffekt. Auch wenn uns klar ist, dass der Maßstab des Handelns für Unternehmen grundsätzlich der Profit ist und menschenverachtende Einstellungen von potentiellen KundInnen höchstens zweitrangig sind, wollen wir allen Konzernen gegenüber deutlich machen, dass sie sich in Gefahr begeben und unseren Hass auf sich ziehen, wenn sie sich zu Handlangern des Faschismus machen und neben Ausbeutung durch kapitalistisches Handeln auch noch den rechten Vormarsch logistisch unterstützen. Den Busfahrer, der einen leichten Schock davongetragen haben dürfte, bitten wir um Verständnis. Er war nicht direktes Ziel unserer Aktion, sofern er nicht selbst AfD-Sympathisant ist.

Wir haben den Bus gestoppt, bevor wir ihn angriffen, und dadurch sichergestellt, dass keine unbeteiligten Personen gefährdet werden.

Mit unserer Aktion beteiligen wir uns an der militanten Offensive gegen die AfD Sachsen „loslegen – fight AfD“ (https://loslegen.blackblogs.org/). Grundlage des Aufrufs ist das Wissen um die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen im Jahr 2019, bei denen die AfD möglicherweise die Regierung mitstellen wird. Wir teilen die Auffassung, dass die AfD eine reale und ernst zu nehmende Gefahr darstellt und die Zeit des rein theoretisch geleiteten Redens, Diskutierens und Nachdenkens vorbei ist. Handlungen müssen folgen, der Kampf gegen den Faschismus nimmt auch in der BRD wieder an Wichtigkeit zu und wenn wir ihn nicht entschlossen auf die Straßen tragen, könnte es schon bald wieder zu spät sein. Dabei ist uns wichtig, dass dieser Kampf auf allen Ebenen geführt wird und wir uns als Bewegung nicht in vermeintliche gewalttätige ExtremistInnen und friedliche BürgerInnen spalten lassen – denn das ist Ziel der Regierung und des bürgerlich-liberalen Pseudo-Antifaschismus. Verschiedene Handlungsformen sollten sich ergänzen und unterschiedliche Gruppen und Organisationen sollten im Kampf gegen den Faschismus ein grundsätzlich solidarisches Verhältnis zueinander haben – auch wenn die strategischen Ausrichtungen variieren mögen. Eine Zusammenarbeit mit bürgerlichen und anderen reaktionären Kräften wie Sozialdemokratie, deren einzige Ziele die Befriedung der Massen und der eigene Machterhalt sind, oder Unternehmen, die lediglich versuchen, unsere Kämpfe für ihre Zwecke zu nutzen und zu vereinnahmen, schließen wir dabei selbstverständlich aus.

Solidarische Grüße gehen an alle GenossInnen, die sich Tag für Tag, in Stadt und Provinz, und auch heute in Berlin mit allen Mitteln den Rechten entgegenstellen. Wir stehen mit euch!

Wehret den Anfängen – Kampf dem Faschismus!

Siempre Antifa.

Quelle: loslegen.blackblogs.org

 

 

Wir begrüßen die im Zusammenhang mit dem AfD Aufmarsch am 27. Mai in Berlin endlich wieder aus der Abhängigkeit der parteinahen Bürgerbündnisse befreite Antifamobilisierung „Chaos statt AfD“. Die heuchlerischen Erfolgsmeldungen der letzten Jahre über den angeblich starken Protest gegen Rechts, der sich für diese Bündnisse lediglich in der Anzahl der dirigierten Füße misst, war ebenso schwer zu ertragen wie die zweibeinige deutsche Scheiße, die sich regelmäßig in großen Mengen in der Umgebung des Hauptbahnhofs erbricht.

In einer Gegend, in der wir noch keine Wege für massenmilitante und individuelle Angriffe gefunden haben, sollten wir uns nicht mit Sitzblockaden und einem befriedeten, eingezäunten Protest begnügen. Der Aufruf, den Preis für die AfD sowie für den AfD-Aufmarsch in die Höhe zu treiben und ihn kreativ zu begleiten, ist daher nur konsequent und eröffnet durch seinen dezentralen Charakter neue Möglichkeiten.

Zum Glück entstehen neue Anstöße in einer antifaschistischen Bewegung und so sind wir am Sonntag zur Mittagszeit auf einige Gleichgesinnte getroffen und dann vermummt und mit lauten Rufen und Feuerwerk durch Prenzlauer Berg gezogen. Sicher wurden manche in dem Bionade Kiez verschreckt, wir haben jedoch kaum Ablehnung verspürt.

Es ist also noch möglich unangemeldet durch diese Stadt zu ziehen und dabei die Straßen etwas zu verbarrikadieren und der ersten Streife eine kleine Warnung zu verpassen. Das am Helmholtzplatz die übliche und wahllose Jagd der Bullen auf vermeintliche Teilnehmer*innen einsetzte, ist kein Grund zum Klagen sondern nur der Anstoß für uns, Strategien zu entwickeln, wie wir ihrer Menschenjagd entschlossen und gemeinsam etwas entgegensetzen können.

Ob durch diese wilde Demo Einheiten der Bullen verschoben werden mussten und irgendwo anders Lücken entstanden, wissen wir nicht. Was wir wissen, ist dass wir uns selbstbestimmt die Straße genommen haben und zumindest für einen Moment Chaos gestiftet wurde.

Deswegen: Ob deeskalativ oder auf direkten Angriff setzend, ob mit Flyern oder Feuerwerk, schwarz vermummt oder bunt – Wir plädieren nach wie vor dafür, die unangemeldete Sponti im Werkzeugkasten autonomer Praxis zu belassen und sie nicht zu verbannen, nur weil sie schon oft an ihre Grenzen gestoßen ist. Aus den gemachten Erfahrungen können wir lernen und uns weiterentwickeln.

Wenn wir sagen: Scheiß auf die Parteien und ihre Vorfeldorganisationen, die uns zu Fußabtretern der Bullen in ihren Sitzblockaden degradieren wollen, müssen wir bessere Vorschläge machen. Der unkontrollierbare Haufen, der wild durch die Straßen zieht, ist hingegen immer unsere Heimat.

Solidarität mit den insgesamt 25 Festgenommenen. Keine*r ist alleine, denn getroffen hat es wenige, gemeint sind wir alle! Bleiben wir stets unkontrollierbar, selbstbestimmt und offensiv.

Anarchist*innen

Quelle: Indymedia (Tor)

 

 

DIE AFD WURDE MIT ALLEN IHNEN GEBÜHRENDEN EHREN EMPFANGEN

Kurz vor ihrer Ankunft auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor wurden die Idioten, Faschos und von Geschichtsdemenz geplagten AFDler rühmlich und mit allen Ehren Empfangen. Der Einsatz von Pferden auf Demonastrationen ist ja eigentlich sowohl aus Tierschutzsicht, als auch aus dem Recht der Protestierenden auf körperliche Unversehrtheit rundheraus abzulehnen. Jedoch sei an dieser Stelle der Berliner Polizei ausnahmsweise für ihre großartige und vorrausschauende Mitarbeit im Kampf gegen die AFD unser Dank ausgesprochen: Ohne euch hätten wir nicht so viele herrliche Pferdeäpfel herbeikarren können. So aber brauchten wir sie nur einzusammeln und den Dumpfbacken entgegenzuschleudern. Als leichter Niesel kam ihnen der braune Dreck entgegen. Gleiches und Gleiches, ihr wisst schon…

Über so einen ehrenvollen und ihrer Gesinnung angemessenen Empfang waren die meisten sehr angetan und wedelten heftig mit den Armen, wobei sie ihre eigene Jämmerlichkeit beklagten und sich als diskriminierte Minderheit in ihrer eigenen Minderwertigkeit bestätigt an dem braunen Siff auf ihren Hemden ergötzen konnten. Denn auch sie konnten letztlich froh sein, schließlich verrieten die braunen Sprenkel sowohl auf den Deutschlandfahnen als auch auf den blauen Hemden der Pegidioten allen Umstehenden und sich selber noch einmal ausdrücklich und auf anschauliche Weise ihre wahre Gesinnung: Innen braun, aussen Scheiße (oder andersrum, aber das kommt ja auf’s Gleiche raus).

#Für mehr Pferde auf AFD Demos.

PS: An dieser Stelle sei für zukünftige Einsätze darauf hingewiesen, dass Pferdescheiße beim Fliegen auseinander fällt. Unser Tip: Eier mitnehmen, die binden und lassen sich zur Not auch so schmeißen. Und Einmal-Handschuhe nicht vergessen!

Quelle: Indymedia (Tor)

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