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Zwei Filalen der Deutschen Bank beschädigt

By chronik on 30. August 2018

Berlin, August 2018

Wir haben uns in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit Hämmern und einer Sprühdose auf nach Reinickendorf gemacht. Unser Ziel war die dortige Deutsche Bank, welche jetzt wohl dringend ein paar neue Scheiben braucht. Auch sollte diese wohl besser von außen geputzt werden, nicht dass noch irgendwer den Zusammenhang von „Krieg“ und dieser Bank nachforscht.

Beweggründe für unsere Tat gibt es viele, aber in dieser besagten Nacht haben uns die Deutschen Panzer und Waffen, welche unsere Gefährt_innen in Kurdistan ermorden und bedrohen, in die Schatten der Stadt getragen. Genau die Waffen und Panzer, welche fleißig vom faschistischen Erdogan in seinem Angriffskrieg gegen den Demokratischen Konföderalismus in Kurdistan genutzt werden.

Für die von euch die sich gerade einfach nur die Frage stellen: „Was wollen diese Anarchist_innen eigentlich? Was spinnen sie sich jetzt wieder zusammen und was zur Hölle hat die Bank mit den Leopard-Panzern zu tun?“ Das erklären wir euch gerne im nächsten Absatz:

Die Deutsche Bank stellt eine Institution dar, die aus Krieg und Waffenhandel und somit auch aus unsäglichem menschlichen Leid Profit schlägt. Die Deutsche Bank ist, neben vielen anderen Banken und Finanzdienstleistern, eine Drehscheibe für Gelder zwischen den Rüstungsunternehmen, Regierungsstellen und den Aktienbesitzenden. Banken wie die Deutsche Bank vergeben Kredite an deutsche und internationale Rüstungskonzerne und geben Aktien und Anleihen dieser aus (Airbus, Rheinmetall, Northrop Grumman, Thyssen Krupp, Boeing, Rolls Royce, etc.). Außerdem ist sie Aktien- und Anleiheinhaberin eben dieser Unternehmen, verdient somit auch direkt an Waffendeals in aller Welt.

Die Bundesregierung ihrerseits vergab in der Vergangenheit Exportkreditversicherungen (sog. Hermesbürgschaften) für Rüstungsdeals und sicherte somit Kreditinstitute und Unternehmen auf Kosten der Allgemeinheit ab.

Wir als Anarchist_innen lehnen diese Zustände und die Institutionen, die diese hervorbringen, rundweg ab!

Denn dieses System, das jegliche Form von Menschlichkeit und Mitgefühl für ein wenig mehr Macht und Geld opfert, ist von Menschen gemacht! Und deshalb ist es auch möglich dieses, als Menschen, anzugreifen und abzuschaffen!

Am Schluss möchten wir noch die solidarischen Nachbar_innen aus dem Kiez grüßen, welche unsere Aktion mit Applaus und Rufen des Zuspruchs begleiteten. Auch den anderen, welche uns in dem viel belebten Wohnviertel beim Einschlagen der Scheiben hörten und es nicht für notwendig empfanden die Cops zu rufen gelten unsere solidarischen Grüße!

Hoffentlich stehen wir bald zusammen auf der Straße gegen dieses System und für eine Welt ohne Ausbeutung und Herrschaft.

Auch ist es uns ein wichtiges Anliegen euch alle dazu anzuhalten mit allen Mitteln aktiv zu werden, denn am 28/29.9 ist es soweit – ein Massenmörder mit dem Namen Recep Tayyip Erdogan kommt in unsere Stadt und wird hier von seinen Verbündeten empfangen.

Auch wir haben uns schon gegenseitig verprochen, dass wir an diesen Tagen einen Empfang vorbereiten. Doch dieser wird nicht freundlich sein.

Wir waren es:

Autonome Gruppen
Arbeitsgruppe Erdogan Töten

Quelle: Indymedia (Tor)

 

Am 28. und 29.9 wird in Berlin der rote Teppich für den Diktator Erdogan ausgerollt. Mit großem Empfang, inklusive Militärparade, wird er von der Bundesregierung begrüßt werden. Auch wenn wir es von der deutschen Regierung nicht anders erwartet haben, finden wir es abscheulich, dass dem Massenmörder Erodgan eine Bühne geboten werden soll, um seine Politik zu legitimieren.

Recep Tayip Erdogan hat seine Präsidentschaft genutzt, um den Kurd*innen in Bakur und Rojava den Krieg zu erklären, sowie die widerständigen, emanzipativen Kräfte in der Türkei massiv unter Druck zu setzen.

 Am 28. und 29.9 wird in Berlin der rote Teppich für den Diktator Erdogan ausgerollt. Mit großem Empfang, inklusive Militärparade, wird er von der Bundesregierung begrüßt werden. Auch wenn wir es von der deutschen Regierung nicht anders erwartet haben, finden wir es abscheulich, dass dem Massenmörder Erodgan eine Bühne geboten werden soll, um seine Politik zu legitimieren.

Recep Tayip Erdogan hat seine Präsidentschaft genutzt, um den Kurd*innen in Bakur und Rojava den Krieg zu erklären, sowie die widerständigen, emanzipativen Kräfte in der Türkei massiv unter Druck zu setzen.

Die letzten Jahre waren geprägt von der Schließung öffentlicher Einrichtungen, die sich nicht Erdogans Politik unterordnen wollen, wie zum Beispiel Universitäten oder Zeitungen, Massernverhaftungswellen und Bombardierungen der Städte in Bakur. Als Reaktion auf die Angriffe, bildeten sich in vielen Orten Selbstverteidigungseinheiten, die größtenteils aus der Jugend heraus gebildet wurden. Aber Erdogan machte dort nicht Halt. Nachdem er bereits 80% der Altstadt Ameds zerstört hatte, weitete er seinen Krieg in diesem Jahr auch auf Rojava aus und begann Afrin zu bombardieren. Große Teile des Kantons sind bereits zerstört und die Besatzungsmacht, bestehend aus türkischer Armee und Banden des IS, besiedeln die Stadt. Tausende Menschen mussten vor den Feinden fliehen und Unterschlupf in Flüchtlingslagern finden. Erneut findet auf Befehl Erdogans hin ein Genozid an der kurdischen Bevölkerung statt und das Einzige, was der Bundesregierung dazu einfällt sind Besorgnis und mahnende Worte. Fröhlich liefern sie weiterhin Waffen an das türkische Regime und unterstützen damit direkt die Ermordung der kurdischen Bevölkerung.

Am 28.9. ist es also soweit. Erdogan kommt nach Berlin. Wir wollen ihn gebührend empfangen und ihm und seinen Unterstützer*innen zeigen, was wir von ihnen halten.

Vergangene Woche, wollten wir schon einmal einen kleinen Vorgeschmack geben und haben uns des nachts auf den Weg nach Schöneberg gemacht, um der Deutschen Bank einen kleinen Besuch abzustatten. Die Deutsche Bank verdient durch Kredite an ebenjene Rüstungsunternehmen, die Waffen an die Türkei liefern (unter anderem Thyssen Krupp und Rheinmetall), ihren Teil an dem Leid und der Traumatisierung, welche die Kurd*innen seit Jahrzehnten ereilt. Unternehmen, die ihren Profit durch Kriege verdienen, müssen wir sichtbar machen und sie aus ihren Verstecken ziehen. Der Krieg in Kurdistan würde ohne die Unterstützung deutscher Unternehmen, sowie de Bundesregierung nicht funktionieren. Wir müssen also die Verantwortlichen hier bei uns angreifen, Krieg beginnt hier!

Wir haben uns sehr gefreut zu erfahren, dass Freund*innen anscheinend die selbe Idee hatten wie wir und ebenfalls eine Filiale der deutschen Bank in Reinickendorf besucht haben. https://de.indymedia.org/node/23872

In diesem Sinne, schließt euch zusammen, bereitet euch auf den 28/29. vor. Wenn Erdogan nach Berlin kommt, müssen wir diese Stadt lahm legen. Lasst uns den kämpfenden Menschen in Kurdistan zeigen, dass wir mit ihnen kämpfen, gegen Erdogan, gegen Faschismus.

Bijî Rojava!
Bijî Kurdistan!

Quelle: Indymedia (Tor)

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