Brandsätze gegen Spie-Fuhrpark

Hamburg, 8. November 2018

(HH-Wilhelmsburg) In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (07.11/08.11 brachen wir auf das Gelände der Firma „SPIE“ ein um unter mehreren Fahrzeugen Brandsätze zu deponieren.

Wir verstehen unsere Tat als einen Aufruf gegen den Knast-, Braunkohle- und Atomindustrie-dienstleister und wollen, dass dieser Angriff weitere nach sich ziehen wird. Die Firma SPIE ist einer von vielen Profiteuren von Einsperrung und Unterdrückung und Sabotage an ihrem Eigentum ein Weg, Herrschaft direkt anzugreifen. Denn nur durch Zuarbeitende wie SPIE kann dieses System funktionieren.

So wurde SPIE schon des öfteren in anderen Städten angegriffen und zur Verantwortung gezogen. Das Kommando Sébastien Briat in Berlin zündete z.B. in der Nacht 23.4. auf den 24.4.2018 einen Transporter der Firma an. In ihrer inhaltlichen Begründung beleuchteten sie die Firma mit den Worten…..

…In Frankreich ist die Firma Spie größter Konkurrent von Vinci im Dienstleistungssektor. Das Unternehmen mit Sitz in Frankreich ist über die Tochter Spie Nucléaire mit der Atomindustrie verworren. In Deutschland ist die Spie SAG in der Verstromung von Kohle involviert und brüstet sich mit ihrer langjährigen Partnerschaft mit RWE. Die Absetzter zum Braunkohleabbau von RWE wurden z.B. von Spie in den Hambacher Forst transportiert.(..)
Aber nicht nur in dem oben genannten Bereichen ist SPIE tätig. So verdient der Konzern auch Geld in dem er die Sicherheitstechnik für Knäste baut. Deshalb gingen immer mal wieder Nachts in verschiedenen Bundesländern SPIE Fahrzeuge in Flammen auf. In einem Schreiben kommunizierte die Aktionsgruppe in Gedenken an Remi Fraisse:

..Aus Solidarität mit allen Personen, die im Gefängnis oder auf der Straße kämpfen haben wir heute Nacht ein Auto der Knastbaufirma Spie abgefackelt. Wir beziehen uns mit der Tat direkt auf die Genossinnen in Toulouse, die in der Nacht vom 20. auf den 21. das gleiche getan haben. Spie ist ein Großkonzern, der z.b. den Knast im belgischen Leuze mitgebaut hat. Dort wird seit Jahren ein intensiver Kampf gegen die Knastindustrie geführt. Es gibt eine schwarze Liste mit Firmen, deren Produktionsmittel angegriffen werden. Aber auch hochrangige Verantwortliche werden zu Hause besucht. Das ist zum Beispiel dem Gefängnisdirektor von Brügge passiert, vor dessen Haus seine Autos abfackelten.(..)
Alle diese Aktionen motivierten auch uns etwas gegen den Großkonzern zu unternehmen. Und wir rufen alle dazu auf, die denen, die an der Unfreiheit verdienen, etwas entgegensetzen wollen.

Direkte Aktion und Selbstorganisation für die Freiheit!

Quelle: Email