Steine gegen Büro von Stephan von Dassel (Grüne)

Berlin, 11. Februar 2019

Wie jedes Jahr im Winter hat sich die Bekämpfung der Obdachlosen in Berlin verschärft. Und wie immer sind es die selben Akteure, die sich damit profilieren. Einer davon ist Stephan von Dassel, Bezirksbürgermeister der Grünen in Mitte. Leider hat sich die Ankündigung unbekannter GefährtInnen aus der letzten Kältesaison nicht erfüllt, die zu ihrem Angriff auf sein Büro schrieben: „Wenn ein Obdachloser erfriert oder von aufgehetzten Nazis erschlagen wird, wird der Wunsch nach einem Ausgleich in den Reihen des Feindes stärker werden.“ https://chronik.blackblogs.org/?p=7396

Erfüllt hat sich die Befürchtung weiterer Gewalt gegen Obdachlose, mindestens ein Mensch ist kürzlich erfroren. Das wird die Wegbereiter des Kapitals freuen, die mit exemplarischer Entwertung des menschlichen Lebens nicht nur fortwährend an einer Diskursverschiebung arbeiten. Wie anders sind diese Bilder zu erklären https://www.youtube.com/watch?v=B2kUEXW_VhA ?

Der Einsatz von Bullen, Ordnungsamt und BSR am 9. Januar im Bezirk des Stephan von Dassel rief überwiegend Abscheu hervor. Einer der wenigen, der den Bullen seine Hochachtung zu diesem Vorgehen aussprach war Stephan von Dassel.

Als minimales Zeichen unserer Feindschaft haben wir am Morgen des 11. Februar die Fensterscheiben und die Glastür des Wahlkreisbüros des sozialdarwinistischen Bürgermeisters der Grünen, von Dassel, in Wedding mit Steinen eingeworfen. Grüße an die solidarischen NachbarInnen, die unseren Einsatz mit wohlwollender Gleichgültigkeit quittierten statt sofort anzurufen. So viele FreundInnen scheinen die Grünen hier nicht zu haben.

Das versteht sich auch als Angriff auf den Internationalen Polizeikongress in Berlin, dessen Schwerpunkt zwar nicht der Kampf gegen Obdachlose ist, deren Beseitigung aber sicherlich eine Voraussetzung für die Zukunftsvisionen der Herrschenden ist.

friends of revenge

Quelle: Indymedia (Tor)

 

Unbekannte beschädigten heute Vormittag ein Wahlkreisbüro in Wedding. Gegen 10 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter des Büros die Beschädigung an drei Fenstern in der Malplaquetstraße und alarmierte die Polizei. Unbekannte hatten die Scheiben vermutlich mit Kleinpflastersteinen beworfen. Beamte sicherten die noch vor dem Gebäude liegenden Steine. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.

Quelle: Polizei