Am frühen morgen des 29.04.24 haben wir dem Rüstungskonzern AIM Infrarot-Module GmbH, einer Tochtergesellschaft von Rheinmetall, in Heilbronn auf dem Telefunken Park einen Besuch abgestattet. Das Eingangstor zur Produktionshalle wurde symbolisch mit Kette und Schloss verriegelt, die Produktionshalle wurde durch rote Farbbeutel markiert und auf dem Zaun wurde die Nachricht „Kriegstreiber angreifen“ hinterlassen. AIM produziert serienweise Infrarot-Module für die Aufklärung, Zielerfassung und -bekämpfung. Konkret werden diese Module in Handfeuerwaffen, Drohnen, Kampfhubschraubern, Raketen und vielem mehr verbaut. Sie ist eine große Akteurin in der Rüstungsindustrie und Marktführerin für Infrarot Module für die Aufklärung. Die Infrarot Module, die sie produziert, werden in vielen laufenden Kriegen benutzt und mit ihrer Hilfe werden tausende Menschen getötet. Hauptabnehmer der Produkte von AIM ist das Militär: Seit den 1980er Jahren gehört das Unternehmen zum Lieferanten des US-Verteidigungsministeriums. Damit wird die USA zu einem der wichtigsten Abnehmer. Im Jahr 2006 beispielsweise generierten die USA fast die Hälfte des Umsatzes von AIM. In den USA werden die Module zu Tausenden in Kampfflugzeug-Komponenten wie den Zielerfassungsbehälter LANTIRN oder in Hubschraubersysteme wie TADS eingebaut, das im Kampfhubschrauber AH-64 Apache zum Einsatz kommt. Mit Hilfe der Module können Flugzeug- und Hubschrauberwaffen sehr gezielt verschossen werden. Je häufiger Lenk-, Abstands- und Präzisionswaffen zum Einsatz kommen, umso wichtiger werden solcheKomponenten.
So entstand beispielsweise auch eine Kooperation mit dem französischen Unternehmen Sofradir für das Infrarotzielsystem der Panzerabwehrlenkwaffe Trigat.
Aber auch für die deutsche Bundeswehr ist das Unternehmen tatkräftig tätig: Für ein Modernisierungsprogramm der Bundeswehr wurde ein Wärmebildzielgerät für Handfeuerwaffen gesucht. AIM bekam 2004 den Zuschlag für die Lieferung von HuntIR- und 2007 für RangIR-Wärmebildzielgeräte. Weitere wichtige Aufträge waren 3600 Module für die Luft-Rakete IRIS-T (2005) und ungekühlte Infrarotkameras für die Aufklärungsdrohne EMT Aladin (2006) oder Suchkopfdetektor für das Nahbereichsverteidigungssystem RIM-116 Rolling Airframe Missile (2016).
Außerdem besteht seit den 1980er Jahren eine Partnerschaft zwischen AIM und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF). Im Jahre 2001 ging der Wissenschaftspreis des „Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft“ an Harald Schneider, Martin Walther und Joachim Fleißner vom IAF sowie ihre Projektpartner von AIM für die Entwicklung einer leistungsfähigen Thermokamera. 2006 folgte der Landesforschungspreis Baden-Württemberg an die Forschergruppe um Martin Walther vom IAF. Das Team hat gemeinsam mit AIM den weltweit ersten zweifarbigen Infrarot-Detektorchip entwickelt. Dieser Detektor ist für Flugkörperwarner von militärischen Transportflugzeugen gemacht.
An den Umsätzen und Gewinnen der Rüstungsindustrie kann man sehen, dass sich das Geschäft der Kriegsmaschinerie ordentlich lohnt. So kann auch AIM seit Jahren jedes Jahr höhere Gewinne erzielen. 2021 konnte z.B. ein Umsatz von 70,6 Millionen Euro verzeichnet werden. Von den aktuellen Milliarden für die Aufrüstung und „Kriegstüchtigkeit“ Deutschlands können die Rüstungskonzerne gar nicht genug bekommen und es scheint auch kein Ende der Gewinnmaximierung in Sicht.
Die eigentlichen Interessen des Krieges werden hinter dem Vorwand der Verteidigung von Menschenrechten verschleiert. Was dahinter steht ist das Interesse an der Erschließung neuer Märkte für deutsche Unternehmen, für das deutsche Kapital. Denn Unternehmen können in diesem System, dem Kapitalismus, nur überleben, wenn ein ständiges Wachstum des eigenen Kapitals vorliegt und dafür immer weiter Ausbeutung betrieben wird. Und mit der Genehmigung von Waffendeals steigen deutsche Rüstungskonzerne, so auch AIM Infrarot-Module GmbH, zu den ganz Großen auf.
Ihre Kriege beginnen hier. Genau hier wo die Waffen produziert werden. Und der Krieg ist nicht in unserem Sinne. Im Sinne der arbeitenden Klasse. Arbeiter:innen werden weltweit als Kanonenfutter für die Herrschenden und das Kapital in den Krieg geschickt. Es ist unsere solidarische Pflicht, gegenüber allen Arbeiter:innen weltweit, die für den Imperialismus sterben, die Rüstungskonzerne vor unserer Haustür zu entlarven, anzugreifen und zu stoppen! Es ist im Gesamtinteresse unserer Klasse, die Kriege der Herrschenden zu stoppen, die bestehenden Verhältnisse zu kippen und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Krieg und Unterdrückung aufzubauen.
Gehen wir gemeinsam als Klasse einen ersten Schritt und gehen am 1.Mai auf die Straße
Der Hauptfeind steht im eigenem Land! Hoch die internationale Solidarität!
„Mit der Zeitenwende und dem Krieg in Europa hat auch für Rheinmetall eine neue Ära begonnen.“ (Armin Papperger bei der Vorstellung des Rheinmetall-Geschäftsberichts für 2023)
Wir haben in der Nacht vom 28. auf den 29. April 2024 auf dem Grundstück von Armin Papperger in Hermannsburg, Turnerstr. Ecke Immenhoop, einen Brandsatz an seinem Gartenhaus deponiert. Papperger ist CEO von Rheinmetall, einem der Big Player der deutschen Rüstungsindustrie. Hier in der Südheide fühlt Papperger sich wohl. Umgeben von Truppenübungsplätzen und nicht weit vom Gefechtsübungszentrum GÜZ in der Altmark. Bis zum Rheinmetallwerk in Unterlüß ist es nur ein Katzensprung. Hier verloren tausende Zwangsarbeiter*innen ihr Leben, die für die deutsche Kriegswirtschaft im Werk von Rheinmetall-Borsig schuften mussten. In einer Region, wo nach dem Krieg viele Nationalsozialisti*nnen Unterschlupf fanden, unter ihnen auch Adolf Eichmann oder der Mörder der Adreatinischen Höhlen, Kappler. In einer Region, wo in den 1980er und 1990er Jahren regelmäßig Wehrsportübungen der Nazis stattfanden. Nicht weit von Pappergers Haus liegt Munster, einer der größten Bundeswehrstadorte in Deutschland. In diesem Umfeld fühlt er sich sicher und gut akzeptiert auch von seinen Freund*innen, mit denen der Hobbyjäger ab und zu auf die Pirsch geht. Aber die heutige Nacht dürfte ihm signalisiert haben, dass er nicht nur Freund*innen hat und sein Rückzugsort nicht sicher ist. Continue reading „Brandanschlag bei Rheinmettall-Chef Pappberger“
In der Nacht vom 24. auf den 25.04.2024 haben wir dem Kapfsportstudio „Chang-Tong Gym“ von Nazi-Trainer Danny Gierden in Prinzhöfte (Landkreis Oldenburg) einen antifaschistischen Besuch abgestattet und es in Brand gesteckt.
Besitzer und Cheftrainer Gierden verfügt bundesweit über gute Kontakte in die rechte Kampfsport- und Hooligan Szene. Das Chang-Tong Gym nutzte er, um (neben Kampfsport-Begeisterten) aktive Nazis und Hools im Kampfsport zu unterrichten.
In der Vergangenheit sind Kämpfer seines Gyms bei explizit rechten Kampfsport-Events wie dem Kampf der Nibelungen angetreten. Veranstaltungen wie diese sind ein wichtiger Faktor für die Neonaziszene, weil dort ihre „Ideologie“ verbreitet werden kann und sie ihr Selbstbild des männlichen, martialischen, dominanten „Kämpfers“ ausleben und abfeiern können. Außerdem wird Geld generiert, Austausch und Absprachen finden statt. Continue reading „Fascho-Gym abgebrannt“
Am 15.01. konnte durch antifaschistischen und zivilgesellschaftlichen Protest eine extrem rechte Demo, welche durch die AfD unterstützt wurde, verhindert werden. Ein erfolgreicher Tag für alle Linken in Rostock. Jedoch wurde an diesem Tag eine Gruppe von Antifaschist*innen von der Polizei eingekesselt und Maßnahmen erzwungen. Trotz der Solidarität von Beistehenden konnte dies nicht verhindert werden. Folgende an den Haaren herbei gezogene Repression gegen die Genoss*innen werden nicht unkommentiert und nicht ohne antifaschistischen Widerstand stehen bleiben. Der Blick bezüglich Repression bleibt nicht nur in der eigenen Stadt. In dem Budapest Verfahren drohen Antifaschist*innen langjährige Haftstrafen. Angebliche Angriffe auf Nazis sorgten für eine Hetzkampagne gegen die Beschuldigten und linksradikalen Protesten. Continue reading „Farbe gegen Landgericht Rostock“
Keine Räume der AfD – Zeit zu handeln Die AfD Rottweil-Tuttlingen, deren Vorsitz Emil Sänze ist, hat ein Büro in der Hohlengrabengasse 28 (Hintereingang), in der Rottweiler Innenstadt.
Sänze ist Mitglied des Flügels der AfD, und lädt zu Veranstaltungen mit Höcke und Zentrum Automobil ein. Heute Nacht haben wir die Haustür des Büros verklebt, den Briefkasten mit Bauschaum ausgeschäumt, und das Büro nach außen sichtbar mit „Keine Räume der AfD – Zeit zu handeln!“ markiert.
Als Antifaschist:innen müssen wir der AfD die Räume nehmen wo wir können, sie angreifen wo wir können, und sie wieder in die Defensive bringen. Anfang des Jahres mit der Veröffentlichung der Korrektiv-Recherche und den darauf folgenden Massenproteste gegen die AfD ist uns das schon in Teilen gelungen, jetzt gilt es aber den Widerstand nicht abreißen zu lassen. Es ist Zeit zu handeln!
Gestern Nacht haben Kölner Aktivist:innen das Maternushaus, den Tagungsort des „Bundesverband Lebensrecht“ angegriffen. Dieser wurde mit Parolen markiert und die Parkhaustechnik beschädigt! Außerdem wurde der Innenhof des Tagungssaal mit Farbe gekennzeichnet!
Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisiert seid Jahren die sogenannten „Märsche für das Leben“. Letztes Jahr hat dieser zum ersten mal in Köln stattgefunden und konnte durch widerständigen Protest verhindert werden. Jetzt wollen die „Lebensschützer“ erneut versuchen in Köln Fuß zu fassen. Die heutige Tagung steht unter dem Slogan „Grenzbereiche des Lebens – zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ und wollen diskutierend die Selbstbestimmtheit der Frau. Aber für uns steht fest: UNSERE SELBSTBESTIMMUNG LÄSST SICH WEDER DISKUTIEREN NOCH UNS NEHMEN! Dieser Antifeministischen Tagung und den Fundamentalistischen Verband „Lebensrecht“ muss gezeigt werden, dass wir nicht verhandeln und sie hier in Köln keinen Zentimeter Platz finden, so sehr sie auch wollen. Deswegen kommt mit uns jetzt gleich auf die Straße! Gegen Fundamentalist:innen und rechte Ideologie! Nerven- stören – verhindern!!
In der Nacht vom 16.04 auf den 17.04 haben wir das Wohnhaus des Frankfurter Immobilienbesitzers und Vermieters Marco Nadler angegriffen.
Wir haben das Haus großflächig mit Farbe verschönert und außerdem Marco’s CO2 Schleuer – einen Porsche Cayenne – tiefer gelegt. Marco lebt in einer ruhigen Wohngegend in Frankfurt-Eschersheim „Im Geeren 143“. Während scheinbar alle weiter tief und fest schliefen sind wir unerkannt in der dunklen Nacht verschwunden.
Marco Nadler hat sich unseren Besuch redlich verdient. Der Besitzer von mehreren Immobilien im Rhein-Main Gebiet, gehört zu den Vermietern der übelsten Sorte. Um die eigene Rendite zu steigern werden Menschen von ihm auf brutale Weise aus ihren Wohnungen gedrängt. Dabei schreckt er weder davor zurück Menschen im Winter die Heizung abzustellen, noch sie persönlich zu bedrohen, zu beleidigen und ihnen den Alltag zur Hölle zu machen.
Menschen wie Marco Nadler sind Gift für unsere Gesellschaft. Sein Handeln führt zu massiven pychischen Belastungen von Menschen, Wohnungslosigkeit und Zerstörung von sozialen Gefügen. Der Staat schützt die Bevölkerung in keinster Continue reading „Wohnhaus eines Immobilienbesitzers angegriffen“
Jedes mal, wenn in Berlin ein neuer „Einzelfall“ der Berliner Polizei an das Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird, wenn die Rede davon ist Befugnisse von Justizbehörden und Polizei auszuweiten, um Klimaaktivist:innen zu kriminalisieren, wenn im Alleingang versucht wird hunderte Geflüchtete im Winter abzuschieben, dann taucht mit ziemlicher Sicherheit der Name Iris Spranger auf. Die Berliner Innensenatorin lässt dabei, trotz aller öffentlichen Kritik, nie schlechtes Wort auf die Behörden kommen.
Wird Sie zum wiederholten Male damit konfrontiert, wie es sein kann, dass Polizeibeamte mit Zugang zu sensiblen Informationen, explizit rechte und rassistische Inhalte posten, inklusive Wehrmachtsbilder oder wenn es mal wieder darum geht wie es passieren konnte, Continue reading „Angriff auf Büro von Berliner Innensenatorin“
In Halle werden immer wieder Versuche gestartet eine rechtsextreme Szene zu etablieren oder diese zu stärken. So auch mit der geplanten Eröffnung des Kampfsportzentrum „Gladiator Fight Academy“.
Doch so zeigt sich Halle wieder einmal von seiner besten Seite und lässt keinen Platz für die strukturelle Ausbildung von militanten Faschos.
Am Dienstagmorgen (26.03.24) ging die Lagerhalle, wo es sich die Faschos gemütlich machen wollten in Flammen auf. Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von einer Viertel Millionen Euro.
Was können wir tun in Anbetracht von Kriegen, die von hier mitfinanziert und unterstützt werden? Zum Beispiel die Infrastruktur, die diese Kriege von hier aus ermöglicht, angreifen. Das haben wir in der Nacht des 24.03.24 in Hamburg Altona getan und ein Firmenfahrzeug von Noske-Kaeser angezündet.
Noske-Kaeser ist einer der erfolgreichsten Lieferanten für Marine Zubehör. Beliefert die Bundeswehr, UK Navy, das israelische Militär, das Militär von Südkorea, Australien, das französische Militär, etc. mit Air-condition und Ventilatoren, Schutz um radioaktives Material transportieren zu können, Feuerlöschanlagen usw. für militärische U-Boote und Boote. Die Firma agiert weltweit und hat allein in den letzten 50 Jahren 200 Boote und 81 U-Boote weltweit ausgestattet und gewartet. Davon alleine 50 Boote und 6 U-Boote zusammen mit Thyssen Krupp für die Bundeswehr. Sie haben die Bundeswehr seit 2000 auch bei ihrer Ausstattung für Kriegsgerät in u.a. Kosovo, Turkey, Cyprus, Afghanistan und Mali unterstützt. In Kiel wurde der Israeli Navy 6 Schiffe von Noske-Kaeser Continue reading „Firmenfahrzeug von Noske-Kaeser angezündet“
in den letzten wochen sind tausende gegen den rassistischen dreck der afd demonstrieren gegangen. das finden wir nicht falsch aber es ist lange nicht genug. gerade vor den anstehenden wahlen muessen die afd und ihre freundInnen auf allen ebenen bekaempft werden. nicht das wir glauben wahlen aendern etwas. aber es ist wieder eine gelegenheit fuer die afd ihren rassistischen ideen ueberall in der oeffentlichkeit zu verbreiten.
Anlässlich des Tags der politischen Gefangenen wurde das Amtsgericht in Köln mit Farbe angegriffen und mit politischen Parolen markiert. Vor über 100 Jahren wurde der 18. März zum internationalen Tag der politischen Gefangenen erklärt. Damals ging es um das Gedenken an die Pariser Kommune, vor allem an ihre blutige Zerschlagung und an die darauffolgenden Repressionen gegen die Pariser Revolutionär:innen.Zwar hat die Repression, der die revolutionäre Bewegung heute ausgesetzt ist eine andere Qualität. Ihr Zweck ist allerdings der selbe geblieben. Continue reading „Farbe gegen Amtsgericht Köln“
Am 16.03.2024 fand in Kassel das jährlich stattfindende „Lebensrechtsforum“ des antifeministischen „Treffen Christlicher Lebensschutzgruppen“ (TCLG) statt. Im Vorlauf des TCLG haben wir die Fassaden der Bundeszentrale des Weißen Kreuz in Ahnatal bei Kassel und den Veranstaltungsort der Tagung, die „freie evangelischen Gemeinde Kassel-Ost“, mit Farbe markiert und Fensterscheiben unbrauchbar gemacht.
Das TCLG wie auch das Weiße Kreuz sind Mitglieder des Bundesverbands Lebensrecht, der jährlich das größte Zusammenkommen der Abtreibungsgegner – den Marsch für das Leben – organisiert. Bei diesem Event kommen zahlreiche antifeministische Akteure von christlich-konservativen Politiker*innen, religiösen FundamentalistInnen Continue reading „Farbe gegen Abtreibungsgegner“
Mit Brandsätzen und Wut bewaffnet haben wir gestern Nacht ein Zementwerk der HeidelbergMaterials AG auf der A100-Baustelle vorübergehend unschädlich gemacht. Dazu haben wir mehrere Betonmischfahrzeuge und Bagger auf dem Werksgelände durch Feuer beseitigt. Mit über 800 Tochterunternehmen ist HeidelbergMaterials der zweitgrößte Zementhersteller weltweit – und belegt nach RWE Platz zwei der klimaschädlichsten Unternehmen Deutschlands. Wie folgenreich die Zementproduktion für die Umwelt ist, haben andere in einem Schreiben zu dem Angriff auf CEMEX Ende Dezember 2023 aber schon ausführlich beschrieben.
Mit jeder LKW-Ladung Beton, die hier auf die Fahrbahn der A100 gekippt wird, werden jedoch nicht nur riesige Mengen CO2-Emissionen ausgestoßen, sondern auch koloniale Kontinuitäten wie Landraub, Ressourcenplünderung und Lohnsklaverei weiter zementiert. Zwar hinterlässt der Rohstoffabbau für die Betonproduktion auch hier tiefe Narben in der Erde und zerstört Flora und Fauna, doch ist das Ausmaß und die Bedrohung für Mensch und Natur Continue reading „Brandanschlag auf Heidelberg Materials“
Während der Staat, im Namen unserer Rente, mit Milliarden den Aktionären am Finanzmarkt ihre Rendite sichert, werden die Reste des Wohlfahrtsstaats weiter zusammengekürzt. Gleichzeitig führen die Schergen des Staates einen Millionen-Einsatz, um drei RAF-Rentner aufzustöbern, denen einzig vorgeworfen wird, dem Rentensystem nicht zur Last gefallen zu sein. Parallel dazu frisst die Inflation weiter an unserem Überleben.
Besonders spürbar sind die Preissteigerungen und Kürzungen für FLINTA*s, z.B als Alleinerziehende oder durch die fehlende Finanzierung für Frauenhäuser, durch die sie der patriarchalen Gewalt noch mehr ausgeliefert sind. Continue reading „Kollektiv bei „Denn’s“ geklaut“
Seit der Festnahme von Deniela Klette befindet sich die Bundesrepublik im RAF-Jagdmodus, man könnte meinen wir wären in der Zeit zurück gereist. SEK-Bullen stürmen in Berlin eine Wohnung nach der anderen, in der Hoffnung auch der anderen gesuchten Militanten habhaft zu werden. Wir wünschen Burkhard und Volker viel Glück auf der Flucht!
Sie sind bei weitem nicht die einzigen Militanten, die sich trotz offenem Haftbefehl und hohem Fahndungsdruck erfolgreich versteckt halten. Die beschuldigten Antifaschist*innen im Budapestverfahren werden ebenfalls öffentlichkeitswirksam verfolgt. Continue reading „Steine gegen Polizeiwache“
In der Nacht des 8. März haben wir im Rahmen des Feministischen Kampftags die Niederlassung der Pius-Buderschaft in Hamburg angegriffen und den Bau der rechtsextremen Gotteskrieger mit Bitumen markiert. Wer sich das anschauen mag, oder den christlich-fundamentalistischen Predigern einen Beileidsbesuch abstatten will, kann das jederzeit in der Alsterdorfer Straße 210 tun. Wir können das nur empfehlen.
Über die Piusbrüder wurde viel geschrieben, wir wollen deshalb hier nur kurz darauf eingehen, warum wir diese Bewegung am 8. März besucht haben.
Seit 1969 arbeiten die katholischen Priester daran, einen christlichen Gottesstaat, basierend auf einer antidemokratischen und rechtsextremen Ideologie aufzubauen. Für die Piusbrüder sollte alle weltliche Macht von Gott ausgehen, nicht etwa von den Menschen, die auf dieser Welt leben. Was dieser Gott will und welche Gesellschaftsvorstellungen er hat, interpretieren natürlich die Piusbrüder mit ihren erzkonservativen Ansichten. Continue reading „Bitumen gegen Piusbruderschaft“
Vulkangruppe Tesla abschalten! : Anschlag auf Stromversorgung
Wir haben heute Tesla sabotiert. Denn Tesla in [Grünheide] frisst Erde, Ressourcen, Menschen, Arbeitskraft und spuckt dafür 6000 SUVś, Killermaschinen und Monstertrucks pro Woche aus. Unser Geschenk zum 8. März heißt, Tesla abzuschalten. Denn die komplette Zerstörung der Gigafactory und mit ihr das Absägen von „Technofaschisten“ wie Elend Musk sind ein Schritt auf dem Weg der Befreiung vom Patriarchat.
Die Gigafactory ist durch ihre extremen Ausbeutungsbedingungen bekannt geworden. Die Fabrik verseucht das Grundwasser und verbraucht für ihre Produkte riesige Mengen der ohnehin knappen Trinkwasserressource. Ohne Skrupel wird dem Land Brandenburg-Berlin für Tesla das Wasser abgegraben. Die Kritiker:innen in den Wasserwerken, die Anwohner:innen, die Ökoaktivist:innen werden mundtot gemacht. Zahlen werden geschönt. Gesetze gebeugt. Menschen betrogen. Dabei lehnt ein großer Teil der Bevölkerung rund um Grünheide die Gigafactory Continue reading „Stromversorgung von Tesla-Werk sabotiert“
In der Nacht des 4. März haben wir den Tübinger Standort von Amazon Web Services (AWS) mit Farbe angegriffen. AWS ist ein in den USA ansässiger Cloud-Computing-Anbieter, der 2006 von Amazon gegründet wurde. Zahlreiche beliebte Dienste wie Dropbox, Netflix, Foursquare oder Reddit nutzen die Dienste von Amazon Web Services.
Monopol
Im Cloud Computing ist AWS mit einem Marktanteil von 33 Prozent die Nummer 1 weltweit, weit vor den beiden Konkurrenten Microsoft (21 Prozent) und Google Cloud (10 Prozent). Die Cloud-Computing-Abteilung ist eines der am schnellsten wachsenden und profitabelsten Subunternehmen von Amazon. Das Leistungsspektrum von AWS als führendem Anbieter macht es unmöglich, ein eigenes Cloud Computing zu entwickeln. Als internationaler Konzern mit Monopolstellung bestimmt Amazon die Bedingungen, Preise und Prozesse in der IT-Branche und in der Forschung. Continue reading „Farbe gegen Amazon Web Services“
Als Reaktion auf die jüngsten Hausdurchsuchungen Wochen demonstrierten am Freitag rund 50 Antifaschist*innen unangemeldet im Bremer Viertel. Die Sponti lief kurz und laut über den Ostertorsteinweg. Um die Bullen auf Abstand zu halten wurde zu Beginn eine brennende Barrikade errichtet. Am Rande gingen die Scheiben eines Immobilienbüros kaputt. Flyer erläuterten den Passant*innen den Grund für den kleinen Tumult:
Jede Hausdurchsuchung hat ihren Preis!
Wir sind scheisse wütend, weil in den letzten Wochen mindestens 3 Hausdurchsuchungen bei aktiven Linken in Bremen statt gefunden haben. In zwei Fällen wurden junge Antifaschisten für angebliche Taten gegen Nazis und Bullen abgestraft. In einem Fall traf es einen kurdischen Freund, dem die Mitgliedschaft in der PKK vorgeworfen wird. Continue reading „Sponti nach Hausdurchsuchungen“